Nachhaltige Beschaffung spart Geld

Tirols Gemeinden sind mit jährlichen Ausgaben von über 2 Mrd. Euro ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Land. Ein beträchtlicher Teil dieser Ausgaben sind Investitionen, Beschaffungen und laufende Aufwendungen für die Verwaltung und den Betrieb der Gemeinden. Nicht nur, dass die Gemeinden die Aufgabe haben mit diesen Geldern sorgsam umzugehen, sie sollten auch eine Vorreiterrolle in Sachen nachhaltiger Beschaffung einnehmen. Um dies zu unterstützen, wurde das Projekt „Nachhaltige Beschaffung auf Ebene der Tiroler Gemeinden“ ins Leben gerufen – realisiert durch die GemNova, ein Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes.

LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe dazu: „Auf Gemeindeebene gibt es in punkto Nachhaltigkeit eine Reihe von Möglichkeiten: Beispielsweise bei der Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien, bei der Umsetzung von innovativen Verkehrskonzepten, bei der Umrüstung der Beleuchtung auf LED, bei der Beschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken oder beim Bau von energetisch hochwertigen Gebäuden. All diese Maßnahmen sparen langfristig nicht nur Energie sondern auch Kosten. Diese Themen auf Ebene der Gemeinden zu fördern und zu unterstützten ist mir ein wichtiges Anliegen. Und deshalb bin ich froh, dass sich die GemNova damit auseinandersetzt und Lösungen erarbeitet und diese gemeinsam mit den Tiroler Gemeinden umsetzt.“

Wenn man überlegt, dass allein durch die Umstellung der Innenbeleuchtung auf LED jährlich fast 1 Mio. Kilogramm CO2 gespart werden könnte und sich die Stromkosten damit um bis zu 70 % reduzieren lassen, erkennt man die Potenziale nachhaltiger Beschaffungsmaßnahmen. „Im Zuge dieses Projektes haben wir im Haus viel Knowhow im Bereich nachhaltiger Beschaffung aufbauen können“, so Alois Rathgeb, Geschäftsführer GemNova. „Dieses Knowhow stellen wir den Gemeinden in unterschiedlichsten Themenbereichen zur Verfügung.“ So wurden im ersten Jahr des Projektes bereits Fuhrparks diverser Sozialsprengel auf E-Fahrzeuge umgestellt, Schulungen zur nachhaltigen Verwendung von Reinigungsmitteln durchgeführt und mehrere Gemeinden auf LED-Beleuchtung im Innenbereich umgestellt. Auf der Einkaufsplattform der GemNova findet man zwischenzeitlich viele Produkte mit Umweltlabels wie Computer, Papier, Reinigungsmittel und mehr.

Für 2016 gibt es schon ein Bündel an Maßnahmen die im Zuge des Projektes noch umgesetzt werden: Im Zuge eines österreichweit einzigartigen Musterprojektes werden mit Hilfe eines Dataloggers bei einem Fahrzeugfuhrpark Echtdaten aufgezeichnet und daraus dann im Detail ausgewertet, ob sich eine Umstellung auf E-Mobilität rechnet, welche Fahrzeugtypen in Frage kommen und wie die Ladeinfrastruktur aufgebaut werden muss. Des Weiteren wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich ein spezifisch auf Tirol ausgerichteter Folder mit dem Titel „Nachhaltig beschaffen – eine Orientierung für Gemeinden“ erstellt und im Frühjahr an alle 7.500 Entscheidungsträger (Bürgermeister, Gemeinderäte, GemeindemitarbeiterInnen, Lieferanten, etc.) im Land versendet.

„Anfangs meinen viele, dass nachhaltiges Beschaffen mit Kostensteigerungen einhergeht. Dieses Projekt zeigt eindeutig, dass langfristig gesehen Nachhaltigkeit nicht nur Vorteile für die Umwelt bringt und regionale Wirtschaftskreisläufe unterstützt, sondern es spart auch zusätzlich Geld“, meint abschließend LH-Stv. Felipe.

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