Kaunertal: Wohlfühl-und Freizeitanlage Quellalpin eröffnet

Die Neugestaltung des ehemaligen Kaunertal Centers ist abgeschlossen und die Verantwortlichen freuen sich über ein gelungenes Projekt, das sowohl Tourismus als auch Infrastruktur der Region enorm bereichert.

Nach knapp einjähriger Bauzeit eröffnet die neue Freizeitanlage Quellalpin Kaunertal ihre Pforten für Gäste. Die Gesamtkosten für die Modernisierung samt wegweisendem Energiekonzept belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro. „Die Einhaltung des Kostenrahmens war uns von Beginn an ein wichtiges Anliegen“, erklärt Gerhard Larcher, Geschäftsführer des neuen Quellalpin. Die Finanzierung übernahmen die Gemeinde Kaunertal mit 1,25 Millionen und die Betreibergesellschaft bestehend aus TVB und Gemeinde mit 1,7 Millionen. Der Rest wurde aus Zuschüssen des Landes Tirol finanziert, sowohl über die infrastruktur- und Tourismusförderung als auch mit Subventionen für energetische Maßnahmen, wie etwa aus dem Bereich Energieeffizienzförderung. Planer und Bauunternehmen haben die besondere Herausforderung der Umgestaltung von Gebäudehülle und die Kombination naturverbundener Materialien wie Holz und Stein perfekt umgesetzt. Die Umbauarbeiten führten großteils heimische Firmen aus, die Wertschöpfung blieb somit in der Region.

Erdwärme-Pionier in Tirol
Nicht nur das Gebäude selbst, auch die Energieversorgung nimmt eine Vorreiterrolle in Tirol ein. Die gesamte Heizversorgung erfolgt über eine Wärmepumpenanlage mit 50 Erdwärmesonden zu je 100 Metern Tiefe. Somit entstand das größte kommunale Erdwärmesondenfeld Tirols. Zwei Pumpen mit einer Heizleistung von jeweils 82 kW erzeugen knapp 1 GWh pro Jahr. „Der Großteil des für den Betrieb der Wärmepumpe notwendigen Stroms kommt vom gemeindeeigenen Trinkwasserkraftwerk Verpeil. In der Kombination Wasserkraft und Erdwärme können wir unsere lokalen Ressourcen optimal nutzen“, erläutert Bürgermeister Pepi Raich die Effizienz. Dadurch spart die Gemeinde rund 80.000 Liter Heizöl pro Jahr ein. „Wir gehen davon aus, dass die jährlichen Kosten weniger als die Hälfte einer Ölheizung betragen“, rechnet Geschäftsführer Gerhard Larcher vor. Das zukunftsweisende Konzept trägt einen wesentlichen Beitrag zur Energieautonomie des Landes bei.

Modern und zeitgemäß in allen Bereichen
Den Mittelpunkt des neuen Quellalpin bildet das großzügige Mehrzweck- und Kinderbecken, das der ganzen Familie Badespaß pur bereitet. Die Modernisierung der Liegeflächen, ein Bistro direkt im Hallenbadbereich und das ebenfalls neue Restaurant komplettieren das naturverbundene Wohlfühlerlebnis. Highlight der Anlage ist die über 300 qm große Saunalandschaft auf dem Dach des Gebäudes. Dort befinden sich Finnische- und Biosauna, Dampfbad, Infrarotkabine und Ruhebereich. Ein eigener Raum zum „Schlafen im Heu“ erfreut Besucher, die natürliche Materialien hautnah erleben möchten. Zwei neue Terrassen sorgen für angenehme Atmosphäre mit Blick auf die Kaunertaler Naturpark-Bergwelt. Geplant ist zukünftig eine Ausstellung zum Thema „Gletscher und Wasser“ des Naturparks Kaunergrat in den Räumlichkeiten des Untergeschosses. Für Kultur- und Abendveranstaltungen steht in Zukunft der „Kaunertal Saal“ zur Verfügung. Freizeit- und Bademöglichkeiten treffen somit in perfekter Kombination aufeinander. „Für das touristische Angebot gerade bei Schlechtwetter ist das Quellalpin, Sommer wie Winter, eine großartige Bereicherung“, ist sich Dr. Armin Falkner, Obmann TVB Tiroler Oberland, sicher. Auch der Infobereich des Tourismusverbandes bekommt im Foyer ein neues Zuhause. Mit dem Umbau wurde der barrierefreie Zugang zu allen Bereichen sichergestellt.

Eröffnung mit LH Günther Platter
Feierlich eröffnet wurde das Quellalpin am 14. Oktober. Landeshauptmann Günther Platter ließ es sich nicht nehmen, einen Blick auf die Anlage zu werfen. „Es ist uns gelungen, moderne Aspekte mit Nutzen zu kombinieren und damit eine hochwertige Infrastruktureinrichtung für das Kaunertal zu schaffen“, so Gerhard Larcher.

GemNova Projektbegleiter
GemNova unterstützte die Verantwortlichen bei der kompletten Projektbegleitung inklusive der Abwicklung und Begleitung der Ausschreibung. Dazu gehörte auch die komplette Koordination des Projektes inklusive Zieldefinitionen und Umsetzungsplanungen.

Fotos: Dominique Huter

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